#207 Wie hoch müsste der Stundensatz einer Musikerin* sein?
Was nimmst du für eine Unterrichtsstunde? Und wie bist du auf diese Zahl gekommen? Wenn die ehrliche Antwort lautet: »Ich habe geschaut, was die anderen nehmen«, dann ist diese Folge für dich. Denn dein Preis ist keine Meinung, er ist das Ergebnis einer Rechnung.
Dieser Satz kostet Musikerinnen* die Zeit für ihre eigene Musik, ihre finanzielle Unabhängigkeit und am Ende ihre Rente. Denn wer sich am Markt orientiert, misst nicht den Wert der eigenen Arbeit, sondern die Angst vor der Kollegin*.
In dieser Folge rechne ich mit dir an einem Musterfall Schritt für Schritt durch, wie hoch dein Stundensatz sein müsste, wenn du unterrichtest. Du erfährst, warum aus 26.000 Euro zum Leben 45.000 Euro Umsatz werden, warum dir nur ungefähr die Hälfte deiner Arbeitszeit bezahlt wird und warum eine Unterrichtseinheit von 45 Minuten bei einer 25-Stunden-Woche 102 Euro kosten müsste. Schnapp dir Zettel und Stift: Am Ende steht deine eigene Zahl auf dem Blatt.
Das sind deine 3 Learnings aus der Folge:
✓ Frag nicht, was du verlangen kannst, sondern was du zum Leben brauchst: Von hinten gerechnet ist dein Preis keine Forderung mehr, sondern eine Folge.
✓ Bezahlt wird dir nur ungefähr die Hälfte deiner Arbeitszeit: Üben, Vorbereitung, Buchhaltung und Akquise musst du in den Preis deiner bezahlten Stunden einrechnen.
✓ Weniger Zeit heißt höherer Stundensatz, nicht weniger Einkommen: Wer wegen Sorgearbeit oder der eigenen Musik 25 statt 40 Stunden arbeitet, muss dasselbe Leben auf weniger Stunden verteilen.
Willst du mit deiner Musik Geld verdienen und bist bereit, in deine Karriere zu investieren? Dann schreib mir eine E-Mail an imke@raketerei.com. Ich lade dich zu einem kostenfreien Kennenlerncall ein. Wir gucken gemeinsam, wie groß die Lücke zwischen dem ist, was du nimmst, und dem, was du brauchst, und wie ich dich unterstützen kann, sie zu schließen.
Kommentare
Neuer Kommentar